Cannabis wird seit Tausenden von Jahren von menschlichen Gesellschaften für eine Vielzahl unterschiedlicher Zwecke genutzt, darunter medizinische, freizeitliche, spirituelle und industrielle Zwecke. Die Pflanze, die für ihre psychoaktiven und therapeutischen Eigenschaften bekannt ist, ist ein integraler Bestandteil der kulturellen Praktiken verschiedener Zivilisationen.

Cannabis, oft auch als Marihuana bezeichnet, ist eine Pflanze, die seit Tausenden von Jahren das Interesse der Menschen weckt. Sie gehört zur Familie der Cannabaceae, zu der mehrere Arten gehören. Jede Art enthält eine Vielzahl von Verbindungen, die als Cannabinoide bekannt sind, wobei die bekanntesten Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) sind. Diese Cannabinoide interagieren auf komplexe Weise mit dem menschlichen Körper und führen zu vielfältigen Wirkungen, die von psychoaktiven Erfahrungen bis hin zu therapeutischen Vorteilen reichen.

Frühe Verwendung von Cannabis
Es wird angenommen, dass Cannabis erstmals in Zentralasien angebaut wurde, insbesondere in Regionen, die zum heutigen China und der Mongolei gehören. Die früheste aufgezeichnete Verwendung von Cannabis stammt aus der Zeit um 2700 v. Chr. im alten China, wo es in der traditionellen chinesischen Medizin als „Ma“ bezeichnet wurde. Der chinesische Kaiser Shen Nung, der oft als Vater der chinesischen Medizin angesehen wird, dokumentierte seine therapeutischen Anwendungen. Cannabis wurde bei verschiedenen Beschwerden wie Rheuma, Arthritis, Malaria und Geistesabwesenheit verschrieben.

Im alten Indien galt Cannabis als eine der fünf heiligen Pflanzen, die in den Veden, den ältesten hinduistischen Schriften, erwähnt werden. Es wurde in religiösen Ritualen und Zeremonien verwendet und galt als Quelle des Glücks und der Freude. Der Atharva Veda hebt die Verwendung bei der Behandlung von Angstzuständen und anderen Beschwerden hervor.

Verbreitung in den Nahen Osten und nach Europa
Cannabis verbreitete sich um 2000 v. Chr. von Zentralasien in den Nahen Osten. Die Assyrer nutzten es wegen seiner psychoaktiven Eigenschaften und bauten es in religiöse Zeremonien ein, um veränderte Bewusstseinszustände hervorzurufen. Die alten Perser, wie im Zend-Avesta, einer Sammlung zoroastrischer religiöser Texte, festgehalten, verwendeten Cannabis als heilige Pflanze und Medizin.

Auch die Griechen und Römer erkannten die medizinischen Eigenschaften von Cannabis. Der griechische Arzt Dioskurides beschrieb in seinem wegweisenden Werk „De Materia Medica“ seine Verwendung bei Ohrenschmerzen und Entzündungen. Plinius der Ältere, ein römischer Historiker, dokumentierte seine Verwendung bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen, darunter Gicht und Verdauungsstörungen.

Cannabis in Afrika und Amerika
Cannabis gelangte um das 13. Jahrhundert nach Afrika, wo es für medizinische und spirituelle Zwecke verwendet wurde. In vielen afrikanischen Kulturen wurde Cannabis in traditionelle Heilpraktiken integriert, um Krankheiten wie Malaria, Fieber und Ruhr zu behandeln.

Die Ankunft von Cannabis in Amerika wird den spanischen und portugiesischen Kolonisten im 16. Jahrhundert zugeschrieben. Es wurde hauptsächlich wegen seiner Fasern zur Herstellung von Hanf angebaut, der zur Herstellung von Seilen, Segeln und Kleidung verwendet wurde. Auch indigene Gemeinschaften übernahmen Cannabis für medizinische Zwecke und verwendeten es zur Schmerzlinderung und als Behandlung für verschiedene Beschwerden.

Cannabis in der Moderne
Im 19. Jahrhundert wurde Cannabis zu einem beliebten Bestandteil der westlichen Medizin. Ärzte wie Sir William Brooke O’Shaughnessy, ein irischer Arzt, der in Indien arbeitete, trugen maßgeblich zur Einführung von Cannabis in Europa bei. O’Shaughnessys Studien hoben die analgetischen und krampflösenden Eigenschaften der Pflanze hervor, was zu ihrer Aufnahme in die United States Pharmacopeia im Jahr 1850 führte.

Das 20. Jahrhundert erlebte jedoch eine Verschiebung in der Wahrnehmung von Cannabis, vor allem aufgrund soziopolitischer Faktoren und regulatorischer Änderungen. Der Marijuana Tax Act von 1937 in den Vereinigten Staaten kriminalisierte die Verwendung von Cannabis faktisch und markierte den Beginn eines weit verbreiteten Verbots. Dies wurde durch den Controlled Substances Act von 1970 weiter gefestigt, der Cannabis als Droge der Liste I einstufte, was auf ein hohes Missbrauchspotenzial und keine akzeptierte medizinische Verwendung hindeutet.

Wiederaufleben von medizinischem Cannabis
Im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert ist ein erneutes Interesse an der medizinischen Verwendung von Cannabis zu beobachten. Zahlreiche Länder und Bundesstaaten haben Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert und erkennen sein Potenzial zur Linderung von Symptomen im Zusammenhang mit Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Krebs und HIV/AIDS an.

Wissenschaftliche Fortschritte erweitern das Verständnis von Forschern und Ärzten über Cannabinoide und ihre therapeutischen Anwendungen kontinuierlich. Die Erforschung des Endocannabinoid-Systems und seiner Rolle bei der Aufrechterhaltung der Homöostase hat neue Wege für die Entwicklung von Medikamenten auf Cannabisbasis eröffnet.

Cannabis und Wissenschaft
In den letzten Jahrzehnten hat die wissenschaftliche Forschung die komplexe Chemie von Cannabis entschlüsselt, insbesondere seine Wirkstoffe, die als Cannabinoide bekannt sind. Die beiden bekanntesten Cannabinoide sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), die unterschiedliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben.

THC ist der primäre psychoaktive Bestandteil von Cannabis, der für das von den Konsumenten erlebte „High“ verantwortlich ist. Es wirkt auf das Endocannabinoid-System (ECS), indem es an Cannabinoidrezeptoren im Gehirn bindet und Stimmung, Appetit und Wahrnehmung beeinflusst.

CBD hingegen ist nicht psychoaktiv und hat aufgrund seiner potenziellen therapeutischen Vorteile Aufmerksamkeit erregt. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass CBD entzündungshemmende, schmerzlindernde und angstlösende Eigenschaften haben kann. Es wird derzeit auf sein Potenzial bei der Behandlung von Epilepsie, chronischen Schmerzen, Angststörungen und mehr untersucht.

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